Friday, May 7, 2010

Fish on Friday



Fisch mag es nass - ich nicht! Drum verschwinde ich ganz schnell ins gemütliche Häuschen und mache mich ans Weiternähen.
Fish like it wet - not me.
I hurry inside back to my sewing machine.



Mehr Fischiges
- more fish: bei Anja Rieger

Wednesday, May 5, 2010

The world is full of cactus


Jardin Marjorelle in Marrakesch, 2005

The world is full of cactus but you don't have to sit on them.
This clever quote I saw first on a blog displaying this so cute drawing, which I eventually will get as a treat for myself.

Die Welt ist voller Kakteen, aber man muss sich nicht auf sie setzen.
Meine Übersetzung klingt holprig, ich weiß.
Der Spruch birgt so manche Wahrheit
und diese
Zeichnung finde ich reizend (gefunden über diesen Blog).

Kakteen haben mich fasziniert; ich hatte als Teenager eine ganze Sammlung.
Später bewunderte ich sie lieber draußen in den wüstenhaften Landschaften, im
Sukkulentenhaus in Hamburg oder im Jardin Majorelle in Marrakesch.

maroc cactus anti-atlas
Anti-Atlas / Maroc, 2005

Heute sage ich mir diesen Spruch immer wieder vor, weil ich ziemlich niedergeschlagen bin. Die Entzündung geht einfach nicht aus meinem Fuß raus. Morgen bekomme ich ein MRT und nächste Woche wird entschieden, ob ein Eingriff notwendig ist, vor dem ich Angst habe.
Jetzt werde ich diziplinierter als vorher täglich mindestens 2 Quarkumschläge machen, den Fuß immer wieder mit einer Creme einreiben, die mir meine Hebammen-Nachbarin gegeben hat. Sie verwendet sie bei Entzündungen in der Brust. Meine Homöopathin wiederum hat mir Tabletten gegen Mandelentzündung geben. Übungen zu einer Art Traumabewältigung im Gehirn habe ich auch, doch dafür muss ich meine Kopfhörer finden oder mir neue kaufen.
Da Antibiotika 5 Wochen lang nicht geholfen haben, hoffe ich nun auf all diese Maßnahmen.

Die Nicht-Kaktus-Seite an der Geschichte ist, dass ich die schöne Morgensonne in meinem Zimmer genieße, viel handarbeite und ständig Stoffe per Internet bestelle. Zu beidem wird es natürlich mehr in der nächsten Zeit zu lesen geben.



Monday, May 3, 2010

10 Jahre clean

Heute vor 10 Jahren war ein strahlend schöner Frühlingstag. Der Himmel war blau, der Flieder duftete.

Heute Morgen vor 10 Jahren um 6 Uhr machte ich meinen brandneuen Computer an - voller Herzklopfen.Den Abend davor hatte ich meine ersten Worte in die Internet-Gemeinschaft geschrieben:
"Ich bin Tally und ich rauche seit 29 Jahren. Ich habe solche Angst vorm Aufhören, weil ich mir eine Tally ohne Zigaretten nicht vorstellen kann."

Was habe ich jetzt beim Aufschreiben für ein Herzklopfen, genauso und doch ganz anders wie damals um 6 Uhr.
"Sie haben Post"
8 Antworten!
Olaf schrieb: Heute ist der schönste Tag zum Aufhören.
x schrieb: Höre heute auf, dann sind wir schon zu dritt.
Gary schwärmte mir vor, wie toll es sei, schon 2 Tage clean zu sein.

Ich sah anhand der Autos unten auf der Straße, dass meine Nachbarin gerade ihre Hausgeburt hatte. Moira ist und bleibt mein Nichtraucher-Kind. Sonst bin ich schlecht mit Geburtstage-merken. Diesen werde ich kaum vergessen.

Ich rauchte meine Zigarette zu Ende (ca. die 2. von durchschnittlich 38 am Tag) und ging duschen.
Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich hatte wirklich solche Angst, dass ich den Ausstieg nicht vorher probiert hatte und mir auch keine, damals allerdings seltene, professionelle Hilfe geholt hatte.
Wenn nicht jetzt, wann dann?
Ich trocknete mich ab, warf die Schachtel Zigaretten in die Ecke - und der Rest ist Geschichte.

Es war wahrlich keine einfache. Stolz darauf konnte ich erst Jahre später sein. Immer war mir klar, dass es das schwerste Projekt meines Leben ist. Was bin ich jetzt glücklich.

Im Forum verbrachte ich Stunden und Tage. Jedes Post wurde freudig mit den schon erreichten Nichtrauchertagen unterschrieben. Es gab damals eine Hall of Fame, in der man täglich nachschauen konnte, wie viele Zigaretten, Schachteln, Stangen, LKWs voll man schon nicht geraucht hat. Leider scheint es die nicht mehr zu geben und das seinerzeit berühmte Stern-Forum wohl auch nicht mehr. Hier fasst eine Redakteurin die damals erfolgsreichste Selbsthilfe-Gruppe zusammen.

Es fanden Deutschland/Schweiz - weite Treffen statt, reale Freundschaften und so manche Ehe entstanden.
An dieser Stelle besonders herzliche Grüße zu Ruedi nach Basel und Silvia nach Zürich.
Peggy und ich halfen uns mit Chatten so über manch eine dunkle Nacht. Auch wenn wir uns aus den Augen verloren haben, schicke ich einen großen Dank an dich. Mögest du viele Sternschnuppen in deinem Leben sehen.

Im Forum redeten wir gar nicht nur übers Nichtrauchen. Alle möglichen Themen wurden lang und breit diskutiert, es wurden virtuelle Schnittchen angeboten und jedes noch so kleine Jubiläum wurde gebührend gefeiert.
Schließlich mussten wir unsere Finger beschäftigt halten und unsere Gedanken ablenken von den sogenannten Verlangensattacken.

Heute bin ich nicht nur zutiefst dankbar darüber, dass ich es geschafft habe von den Zigaretten loszukommen, sondern auch über die Internet- und Computererfahrungen, die ich machte. Wir brachten uns bei, wie man Bilder postet *lach*, wie man ein Posting durch html-Codes farbiger gestalten kann, usw.Meine erste kleine Homepage erstellte ich für unsere Treffen.

Ich lernte die Internetgemeinschaft von ihrer schönsten Seite kennen, aber auch von ihrer schlechtesten. Es gibt leider Menschen, die andere verachten durch ihre Aktivitäten online. Damals waren es z.B. Namensfälschungen, unter denen schlimme Sachen gepostet wurden. So bin ich meistens recht wachsam und suche mir meine online-Zuhauses gut aus.

Zum 1. Jahr clean schenkte ich mir ein super tolles Rad. Dieses führte mich in meine nächste online-Heimat, das Rad-Forum und später auf abenteuerliche Radreisen durch Marokko, Namibia und Ladakh.

Die erlernten Computerkenntnisse brachten mich zu dem Fach, das mir am meistens Spaß zu unterrichten macht und erleichtert mir so manches im Blogger-Leben.

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dieses textlastige Post auf meinem Blog zu haben.
Wer mag, kann in Gedanken mit mir anstoßen. Später gehe ich kurz zum Kindergeburtstag und mache anschließend eine Flasche Sekt auf.




Sunday, May 2, 2010

18* Sunday - Pour Maman



Viele Stunden am Schreibtisch *das gute Gefühl etwas geschafft zu haben* - viel telefoniert - viel den Fuß hoch gelegt bei beidem - die Gartentreppe gefegt *puuuh, so eine Kleinigkeit so anstrengend nach und mit all dem*

Photos auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame - sehr gerne erfüllt.


Vor genau 10 Jahren um diese Uhrzeit trat ich ein in die Welt der "Online Communitys" und morgen ist ein ganz besonders Jubiläum.
Meine ersten Worte in dieser neuen Welt werde ich nie vergessen.


Saturday, May 1, 2010

Kreativität und Lebensträume




"
Lange Zeit war die rechte Gehirnhälfte nahezu die Lieblingshälfte der Mentaltrainer und Positivdenker, da sie für Ideenfülle und damit auch für erfolgreiche Veränderungsprozesse verantwortlich zu sein schien.
Heute weiß man aber, dass nicht nur die rechte Gehirnhälfte kreatives Handeln ermöglicht, sondern dass erst das intensive und harmonische Zusammenspiel beider Gehirnhälften Kreativität und somit neue Lösungswege im Kopf und im Leben eines Menschen ermöglichen.
Denn Kreativität bedeutet nicht nur, viele gute Ideen zu haben, sondern Kreativität ist vor allem die Kunst aus Ideen im Kopf gelebte Taten werden zu lassen.
Vielleicht kennen Sie schon den schönen Spruch:
>>Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume.<< "

 
W