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Sunday, June 21, 2015

Auf den Nadeln - Juni 2015


Manchmal ist erscheint mir mein Blog ganz weit weg, oft aber denke ich: Ach, das wäre doch etwas für ihn.
Doch meine Tage sind so angefüllt und vor allem, seitdem ich für meinen Beruf blogge, fehlt mir der notwendige Drang ein Post zu schreiben und so schön zu gestalten wie ich es möchte. 

Heute grabe ich mich durch alte Photos und gleichzeitig habe ich neue gemacht für mein aktuelles Strickprojekt.
Nun schon zum wiederholten Male stricke ich für Anke von Ankestrick (fallmasche bei Ravelry).
Ankes Konstruktionen sind einfach genial. Von oben gestrickt, so dass der interessante und schwierige Teil hinter einem liegt, wenn die Motivation etwas schwindet.  Nicht umgekehrt, wie ich früher strickte. Voller Lust, um dann oben bei den Ärmelabnahmen und dem Ausschnitt eher angestrengt zu sein und den Kragen und die Blende fast nur noch als Pflicht zu empfinden. 


Ich liebe die Details, die Löcher wie Augen ♥ (englisch viel schöner: eyelets), das Garn ♥ (Holst Coast), die Farbe ♥(robins egg blue - die Farbe der Rotkelchen-Eier).

Schön ist wie immer die Gemeinschaft im Testforum für diese Anleitung, die Whippet heißt. Noch schöner ist, dass ich vor Ort eine "Coastsister" habe, mit der zusammen ich stricke ♥.  

 















Maschenfein sammelt, was sich so alles im Juni auf den Nadeln findet. 

Saturday, March 28, 2015

Auf den Nadeln - März 2015



Im Februar fertig gestellt, aber auch im März getragen und vor allem jetzt erst mit Photos für die Auf-den-Nadeln 2015 Sammlung:

Mutation von Ankestrick aus Seide/Kaschmir/Merino-Geschmischen der Hamburger Wollfabrik.

Auf der Skireise saß ich ab Hanau nur noch auf dem Beifahrersitz und konnte nach Herzenslust stricken. Wir ziehen immer viel herum, erkunden hier ein Tal, dort eine neue Landschaft. 


Hier waren wir ausnahmsweise einmal früher an unserem Hotel im Lungau und ich suchte mir ein geschütztes Eckchen zum Kaffee trinken und stricken. Im Hintergrund die Burg und ein paar Berge.

Natürlich ist es immer noch Summerhill, die wächst und gedeiht.


Jetzt hat sie allerdings Urlaub *ha-ha*, denn ich habe Naima frisch auf die Nadeln genommen und habe einen gewissen Zeitdruck, diese Jacke fertigzustellen. Es ist ein Teststrick für Anke und sie möchte bis Mitte April wissen, ob die Anleitung in meiner Größe okay ist. Es macht mir vor allem riesigen Spaß, weil unsere Ravelry-Gruppe  so nett ist und ich manche Frauen mittlerweile vom Treffen bei mylys persönlich kenne. 
Benannt ist die Jacke nach der freundlichen mylys-Besitzerin Naima, die sie hervorragend modelte.

Für mich ist der Zeitdruck gar nicht schlecht. Ich weiß, dass ich mit diesem, für meine Verhältnisse dickem Garn (Drops Bomull-Lin) fertig werden kann. Ansonsten würde ich wieder x Sachen zwischendurch machen oder rumtrödeln.

Naima, die Gestrickte, ist eine Jacke im Raglan-Schnitt, die von oben gestrickt wird. Ich bin so begeistert von dieser Von-oben-Technik. Am Anfang ist man ja am meisten motiviert, sich durch Neues hindurchzudenken und sich mit Technik und Schnitt zu beschäftigen. Sonst kam dieses immer erst am Ende, wenn ich oft schon keine Lust mehr hatte. 

Ich freue mich auf meine neue Frühlingsjacke sehr!







Sunday, February 22, 2015

Auf den Nadeln - Februar 2015 / Ankestrick



Im Augenblick bin ich fast ausschließlich mit einem Strickteil beschäftigt. Klar, an den angefangenen Teilen vom Januar stricke ich auch mal hier und da eine Reihe und die Baby-Tunica hat den Rücken fertig. Die Spirogyra sind fertig und verschickt.

Dieses ist mein Beitrag zu Maschenfein's sehenswürdigen Sammlung: Auf den Nadeln {Februar}. 


Gestern war ein ganz besonderer Nachmittag: Die angefangene Summerhill traf sich mit ihrer Designerin Anke und vielen strickenden Frauen in Naima's Mylys zu einer gemütlichen Runde "show and tell" von Ankestrick-Modellen.


Anke lernte ich auf dem Wollfest kennen und war total angeflasht von der damaligen Strickrunde. Schon lange Mitglied bei Ravelry bin ich jetzt auch aktiv in einer Gruppe dabei.


Den heutigen Morgen verbrachte ich mit einer vergnüglichen Art des Denksports "Logical":
Wer hat welchen Ravelry Namen, welchen echten Namen, wer zeigte welches Modell und hat neben wem gesessen?


Konzentriertes Stricken gelang mir nur sehr wenig bei all dem, was es zu sehen, zu fühlen und zu klönen gab.


Herzlichen Dank an Anke für deine Warmherzigkeit, danke an Naima für die Gastfreundschaft und danke an euch alle für diesen vergnüglichen Nachmittag.


PS. Falls ich jemanden bei meiner Bitte um Veröffentlichkeit der Photos übersehen habe, meldet euch, ich lösche das Photo sofort.

Sunday, January 25, 2015

Auf den Nadeln - Januar 2015


Ich stricke mein Leben lang, mal mehr, mal weniger intensiv. In den letzten Monaten nicht nur mehr, sondern höchst intensiv. Zahlreiche Projekte liegen angefangen auf den Regalen; freudig streichel ich neue Wolle; selten habe ich so viele Geschenke gestrickt.

Völlig gen Null hingegen liegt meine online Schreiblust - sei es im eigenen Blog, bei Kommentaren, in Foren. Ein bisschen besser sieht es bei Ravelry aus. Klar, das ist Stricken. 
Beim Lesen (gar nicht Null) stieß ich neulich auf einen Strickblog, der mich so animiert hat meine zahlreichen Projekte hier zu dokumentieren und so endlich einmal wieder zu posten.

Die Spirogyra Handschmeichler sind wie vom Geburtskind gewünscht in einer Meeresfarbe. Ich bin selber ganz positiv gestimmt, wenn ich diese in den Händen halte. Bald sind sie fertig zum Versenden.  


Mein Landzeitprojekt ist die Jacke Summerhill. Gestartet im Spätsommer nach dem tollen Hamburger Wollfest, an dem ich Designerin persönlich kennenlernte. Zum ersten Mal ein Oberteil von oben gestrickt in einer für mich völlig neuen Konstruktion. Sehr anregend, beim ersten Mal recht anspruchsvoll. Wieso erstes Mal? Leider traf ich anfangs eine falsche Garnwahl, gab mit dem Garn aber nicht auf, räppelte und strickte in einer anderen Größe. Es dauerte zu lange bis ich kapierte, dass das Garn einfach dran schuld ist und nicht geeignet für die Jacke. 
Gerettet hat mich letztendlich meine Arbeitskollegin, die zu meiner Unterstützung diese Jacke in einem anderen Garn anschlug und ich ihr zum 3. Anlauf folgte. Jetzt ist alles gut mit Holst Coast (schon wieder das Meer).
Alle Schwierigkeiten sind überwunden, nun handelt es sich nur noch um etwas langwieriges glatt-rechts Gestricke. 
Somit ist Summerhill jetzt mein Beim-Lesen- und Klönrunden-Projekt und wird wohl noch einige Monate mit diesem dünnen Garn auf den Nadeln bleiben.



Ein altes Langzeit-Projekt ist mein 4. Shetland Triangle aus handgesponnenem Merino/Seiden-Gemisch. Gesponnen nicht von mir sondern von einer Dame aus dem Nachbardorf.
Lange dümpelte er; nun vermisse ich ein Tuch in dieser Farbe und bin wieder dabei.




Anfang Januar noch auf den Nadeln, jetzt zum Glück fertig und häufig getragen: Ein Cowl, wieder von Anke entworfen. Er war auf meinem Weihnachtsgruß bereits zu sehen und hat ein eigenes Post verdient.


Diese Merino-Wolle ist noch nicht auf den Nadeln, gehört dort aber dringend hin, soll es doch eine Baby-Tunika werden. Das Baby wird dieser Tage das Licht der Welt erblicken und es ist ein Gemeinschaftsprojekt wiederum mit besagter Arbeitskollegin, die ein passendes Jäckchen strickt. Garn für winzige Accessoires wird bestimmt übrig bleiben.


Ganz fröhlich machen mich diese Farben. Im Norddeutschen Dauergrau und in den ersten Januarwochen herrschendem Dauerregen kaufte ich dieses für mich ungewöhnlich dicke Garn alleine wegen der Farben. Fertig und gerne getragen sind bereits Handwärmer und kurze Stiefelstulpen. Wolle wartet noch für eine Mütze und einen Loop. Leider ist die Wolle eigentlich nichts für meine empfindlich reagierende Haut, aber ich konnte den Farben nicht wiederstehen. Die Mütze werde ich abfüttern, für den Loop habe ich noch keine Idee.

Nein, das sind jetzt nicht alle meine angefangenen Projekte, sondern nur die im Januar aktiven. Da gibt es noch den blauen Mohairpulli und die graue Amanda, eine bislang einzelne Spirogyra in Dunkel-Erika. Garn ist fast vollständig vorhanden für einen weitere Jacke und Seiden/Kaschmir/Merino in Grüntönen wartet auf seine Nadeln für das wunderschöne Tuch Les Sillons. 

Jetzt fehlt die Verlinkung auf den obenen genannten Strickblog. Motiviert zu diesem langen Post hat mich die Seite Auf den Nadeln {Januar}. Ich hoffe, ich konnte etwas zur gegenseitigen Inspiration beitragen.
Jetzt bin ich gespannt auf mich selber, was ich demnächst fertig kriege und ob ich im Fabruar tatsäch wieder einmal blogge.

Bis dahin grüße ich alte und neue Leserinnen herzlich!


Sunday, December 21, 2014

Mutation


Uns allen wünsche ich einen gemütlichen, besinnlichen, fröhlichen Adventssonntag.
Mit Zeit und Gelegenheit für das, was wichtig ist.




Monday, September 8, 2014

Wollfest Hamburg 2014



Am Wochenende fand in Hamburg das erste Wollfest statt. Ich war gespannt, wie es mir gefallen würde - und war begeistert. 
Nicht nur wegen der schönen Garne, die es zu bestaunen und zu streicheln gab, sondern vor allem wegen der vielen herzlichen Begegnungen.
Ich sage es ja immer wieder: Fäden schaffen Verbindung.

Genauso auch Blogs wie sich kurz vor Ende der Veranstaltung so richtig zeigen sollte. Im Vorwege mailte ich mit Frau Vau, deren Interesse an Photos mich immerhin einige wenige Male die Kamera rausholen ließ. Ansonsten war ich viel zu beschäftigt, um noch ans Photographieren zu denken. 


Verabredet war ich mit einer Arbeitskollegin und ihrer Familie. Deren Tüten waren schon bis oben gefüllt als wir uns trafen. Hier hatten wir gerade die Schätze bewundert während einer Erholungspause auf dem Campus der Uni HH.



Der Eingang geschmückt mit gestrickten Fahnen - ein fröhliches Willkommen.


Mein persönliches Highlight war der informelle Knit-Along mit Anke/fallmasche, die unter ihrem Label Ankestrick Anleitungen zu Modellen genau nach meinem Geschmack anbietet. 
Gut gewappnet durch ihre Unterstützung und mitgezogen durch die Freude aller in diesem Kreis mache ich mich an den Versio. (Ich hoffe, die Seiten sind auch ohne Anmeldung bei ravelry sichtbar.)


Plötzlich zog meine sympathische Platznachbarin einen Pulli aus der Tasche, zog ihn über, genau wie auch Anke und die beiden machten aus dem Stehgreif eine Mini-Modenschau mit Ankes neuestem Design Nightswimming. 


Die eine lebt in Berlin, die andere in England. Heute war ihre erste persönliche Begegnung. Die Freude ist den Gesichtern anzusehen.

Tja, und dann klöne ich wieder mit meiner Nachbarin und wir schauen uns die Strickzeuge in den Händen gegenüber an. Bewundern ein mehrfarbiges Muster. Da klingelt etwas in mir, ich schaue von den Händen der Strickerin in ihr Gesicht und sehe Antje aus Basel vor mir, mit der mich nicht nur das Stricken sondern auch die Liebe zu den Bergen verbindet. Persönlich kennengelernt haben wir uns wiederum im Hause Seelenruhig.



Soviel Freude erlebt in so wenigen Stunden.

Einen herzlichen Dank an das Organisationsteam für ihre große Arbeit. Es ist euch gelungen! 

Thursday, June 19, 2014

Tethys



Ich liebe es, wenn es zu einem von mir gestrickten Teil eine Geschichte gibt. Da bin ich mit richtiger Begeisterung und ausdauernd dabei.
Manchmal bedeutet das "Ausdauernd" bei mir Jahre, sprich mal bin ich dran, dann ruht es wieder.


Nicht so bei  T e t h y s.
Da ging es für meine Verhältnisse schnell. Mich begeistert in diesem Falle nicht nur der Schnitt, nicht nur das Garn sondern erst recht die Geschichte - bedeutet sie doch

R e i s e n.


Das Garn kaufte ich letzten Oktober in Nizza in La Droguerie. Dort wie immer gnadenlos überfordert von all den sich bietenden Möglichkeiten sich kreativ austoben zu können.
Bei dieser Farbe in meinem Lieblingsgarn aus sogenannter vegetarischer Seide war klar, wohin mich der Entscheidungsdruck führte. Ich kaufte ohne klaren Plan zur Verarbeitung.


Irgendwann Anfang Dezember stolperte ich über Tethys bei Ravelry.
Da hatte ich meinen Plan - und wusste, was ich für die Weihnachtsferien am Mittelmeer (!) in Spanien als Strickzeug mitnehmen würde.

Ich liebe das Meer! Kann gar nicht oft genug da sein.

Tethys ist ein prähistorischer Ozean zwischen den Urkontinenten Gondwanaland und Laurasia. Vor vielen, vielen Jahren studierte ich u.a. Geographie mit Schwerpunkt Plattentektonik, noch ein Grund mehr für dieses Strickmuster.

Die Designerin Susanna ist genauso ein Meeresfan wie ich und verbrachte viele Kindheitsferien genau wie ich an der Ostsee. Ihre Motivation für diesen Entwurf: "For a long time I’ve been trying to capture that feeling in a design so I could wrap the sea around me."
Die Wellen, die Steine am Ufer, der Sand, die Farbe .........
Ja, und genau deshalb wollte ich diesen Schal stricken.

Das Garn gekauft am Mittelmeer.
Angeschlagen und das Zopfmuster gestrickt am Mittelmeer auf der nächsten Reise.

Letzte Reihen des schlicht gestrickten Körpers am langen 1. Mai - Wochenende auf Bornholm in der Ostsee. Das ist das Bild oben.


Endgültiges Abketten am Strand von Skiveren an der Nordsee am langen Himmelfahrts-Wochenende.




Das zwischenzeitliche x-mal Auftrennen fand zwischendurch statt. Egal, wie ich das Ende machte, es rollte sich ein und das sah nicht schön aus. So etwas hat dieser Schal nicht verdient.
Dieses Einrollen ist bedingt durch das Glatt-Rechtsmuster. Auch einige Reihen Perlmuster änderten nichts, weil die rechten Maschen einfach zu stark waren.

Ich entschloss mich zu einem umgenähten Saum: Eine Rückreihe rechts, wobei in das hintere Maschenglied eingestochen wurde. Das ist die Umschlagkante.
Weiter ging es mit einer halben Nadelstärke kleiner.
Im Umschlag baute ich einige Lochmaschen ein. Die Idee entstand bei den vielen vorherigen Versuchen und ich finde es ein passendes Besonderes.

Den Saum nähte ich auf der Rückfahrt von der Nordspitze Jütlands nach Hamburg an. Ziemlich unter Zeitdruck, denn natürlich sollte Tethys sein Photo-Shooting an der Ostsee bekommen!

Die letzte Möglichkeit von der Autobahn abzubiegen war in Abenraa an der Ostsee. 
Im Abendlicht war es wunderschön und so ging nicht nur ein Strickprojekt zuende, sondern auch wundervolle Tage in Dänemark.




Tethys nimmt an der Bloggerparty "Rund ums Weib" teil.


Sunday, February 17, 2013

Herbstsonne im Winternebel




Die letzten Wochen habe ich rumgedümpelt - in vieler Hinsicht.
Bronchitis und dicker Kopf hatten mich lange voll im Griff, viel mehr Energie als zum Rumsurfen hatte ich nicht; habe überall nur wenig geschrieben und kommentiert.
Eigentlich schade, denn die Zeit wäre da gewesen. 
So blieb vieles liegen, auch die angekündigten Marokko-Photos.
Überhaupt kommt mir diese großartige Reise schon Ewigkeiten zurück vor.
Die Erinnerungen daran kann ich zum Glück ganz bewusst herstellen, dann schwelge ich wieder. Wie gut, dass ich dieses Schatzkästchen habe.

Handarbeitstechnisch ging es Reihe um Reihe an meiner Voyager-Stole weiter (bei Ravelry, hier bei Vogueknitting. So wie Beppo Straßenkehrer, nur nicht Besenstrich um Besenstrich, sondern Lochmusterreihe um Lochmusterreihe.
Jetzt ist sie wenigstens soweit, dass sie mich beim Stricken gleichzeitig um den Hals schon wärmt. Doppelte Vorfreude!


Ein ganz anderes fertiges Strickteil zeige ich euch heute. Aufgenommen sind die Bilder an einem strahlenden November-Tag auf den Felder, an die ich aufatmend komme, wenn ich meinen Wald verlasse.

Wissende haben es längst erkannt: Es ist natürlich wieder einmal ein Shetland Triangle, mein Allzeit-Favorit. Mittlerweile mein Vierter, der Dritte wartet noch auf einen Phototermin.


Das Garn schulte extrem meine Geduld. Es handelt sich nämlich um eine Kone aus der Hamburger Wollfabrik, bestehend aus 8 hauchdünnen Fädchen aus Seide und Viscose.

Noch liegt der edle Schal in einer Schublade. Er ist weder wärmend noch kuschelig. Seine Zeit wird kommen!

 
Eine Sache habe ich im Erkältungsnebel geregelt bekommen: 
Neue Wohnung gefunden - Mietvertrag unterschrieben - einige Formalitäten schon bearbeitet.
Der Abschiedsschmerz nagt, angefacht zusätzlich durch mein vieles Zuhause-Sein der letzten Wochen.
Doch ich habe das Gefühl, dass es passt und und in Ordnung ist. 

Zwischen Ostern und Pfingsten ziehe ich ein Dorf weiter, über den Hügel vom letzten Photo hinweg.


*     *     *     *     *     * 

So, das hat jetzt richtig gut getan. Endlich einmal wieder die Freude am Bloggen gespürt :-) 
Nein, der Spaß daran ist nicht weg, nur die Prioritäten verschieben sich halt immer mal.

*     *     *     *     *     * 

Herzliche Grüße aus dem Winternebel
Tally

 

Sunday, November 4, 2012

44 * sunday - dies und das



Neulich stöberte ich in meinem eigenen Blog und fand meine Sonntags-Posts von vor einigen Jahren.
Damals hat es mir gut gefallen, Sachen und Aktivitäten bewusst wahrzunehmen und zu dokumentieren.
Jetzt machte es mir Spaß meine Erlebnisse nachzulesen und das, was Leserinnen mir dazu geschrieben haben.
Manchmal schmunzel ich, freue mich, dass ich mir die Mühe gemacht habe. Mache mir so meine Gedanken.

Wie oft verschwimmen unsere "normalen" Tage zu einem Erinnerungsbrei. Dabei gibt es gewöhnliche Tage ja eigentlich gar nicht. 
Jeder ist einzigartig.

Während ich die Photos des Wochenendes sichtete lief "zufälligerweise" im TV eine Sendung über Erinnerungen, u.a. über digitales Erinnern.

Wie geht es euch so damit? Mich würde interessieren, ob ihr eure früheren Blog-Einträge lest?


Mein 4. Shetland Triangle, sorgfältig gespannt.

Das oberste Photo: Beim Putzen Eintauchen in Erinnerungen an den schönsten Nordseestrand in Dänemark.


Herbstfarben und überraschend viel Sonne erfreuen Herz und Seele.
Im Augenblick finde ich die Gegend, in der ich wohne, wunderschön.


Gekocht wieder nach der neulich vorgestellten Kochseite: Rote Bete gefüllt mit Orangen-Bulgur. 
Sensationell die Beilage: Bio-Vollmichjoghurt mit darunter gehobenen, mit Orangensaft pürierten Rote-Bete. 


Nicht das einzige aktive Strickzeug, aber am meisten in der Hand: 
Voyager Stole aus zwei Konen Merino aus der Hamburger Wollfabrik. 

und das auch noch:

* dank allmählichem Erkältungsabzug endlich wieder gut geschlafen 
* nach langer Pause vorsichtig wieder die ersten Touren geklettert
* etwas gearbeitet
* viel Ruhe 


Allerseits eine schöne Woche, Wärme im Herzen und gute Gesundheit! 
Tally


Sunday, June 24, 2012

Ein Jahr Sommerschal




Vor genau einem Jahr mussten sich die (beruflichen) Wege von meiner Lieblingskollegin und mir trennen.

Es gab so manche Abschiedstränen und das Versprechen eines Seidenschals, gestrickt nach dem Muster meines eigenen Sommerschals (der leider gleich beim ersten Tragen verloren ging). Geographisch machte dieses Geschenk eine Reise durch Europa, begleitete das Strickzeug mich in Frankreich, in Spanien, Österreich, in der Schweiz und in Dänemark. Zuhause stricke ich ja eher weniger. 

Fast abenteuerlich gestaltete sich ein Wollproblem: Mein eigener Schal kam mit 100 gr aus, dieser wurde bei gleicher Menge an Seide viel, viel zu kurz. Das einzige was ich geändert hatte, war das Ersetzen einer Lochmusterreihe durch eine glatt rechte.
In Mylys war der Vorrat erschöpft. Das nach diversen Mails direkt bei der Fabrik in Dänemark bestellte Garn wich so sehr vom Farbbad her ab, dass ich es zurücksendete.


Die Rettung brachte meine Annonce bei den Hanseatic Knitters von Ravelry. Maltina erlöste mich von den Sorgen, denn sie hatte noch einen Strang von exakt dem benötigten Farbbad der wunderschönen Seide liegen. 

Vor wenigen Tagen war ein Kaffee- und Sekt- Trinken mit den letzten verbliebenen Grundschullehrerinnen der Schule, die es so nun nicht mehr gibt. Ich bin bereits seit einem Jahr nicht mehr Grundschullehrerin, doch natürlich ging ich zum Treffen und nutzte es, meiner Freundin Dagmar zeitlich passend ihren neuen Schal zu überreichen. Dagmar und ich hatte bereits bei einer Übernachtung mit den 4. Klässlern die Erinnerungen gepflegt. Auch in dieser Runde gab es bei den Umarmungen viele "Weißt du noch ...." und Anekdoten wurden ausgetauscht.



Außer Stricken war handarbeitstechnisch in den letzten Monaten wenig los bei mir, dafür umso mehr mit Reisen, Freundinnen, Sport - und natürlich Beruf und Alltag.

Sehr, sehr bald geht es schon wieder los. In wenigen Tagen werde ich auf der Lindauer Hütte sein. Ich freue mich schon sehr und bin gespannt. Immerhin kenne ich sie bereits von einer Skitour und einer Silvesternacht her. Anschließend wartet die gebuchte Fähre, einmal mehr für eine Sommerreise nach Korsika. 

Ich wünsche an dieser Stelle uns allen einen warmen Sommer mit schönen Erlebnissen und herzlichen Begegnungen. 

Korsika 2011  

Monday, April 16, 2012

Geisterjäckchen im Frühling




Mein Geisterjäckchen, erst nur als Fertigmach-Projekt gedacht, spielte in letzter Zeit nun doch die Hauptrolle.
Das Frühlingsjäckchen, hier vorgestellt, ist hübsch, aber zu langweilig zum hauptsächlich-Stricken. Es wächst und gedeiht, ist aber eher eine Strickarbeit beim Lesen und auf dem Beifahrersitz.

Proudly presents:

ganz


Bis zur letzten Sekunde strickte ich in den letzten Tagen die letzten Reste und bammelte wegen der Passform. Zusammennähen ging flott und war entspannend, weil ich die Erleichterung auskostete: Hatte ich nämlich vorher sorgfältig gesteckt und vor dem Spiegel kontrolliert.


mit Triangle


Geisterjäckchen mag die Kombination mit dem türkisfarbigen, auch selbstgestricktem Dreiecksschal.


Knöpfe

Eher spontan heute war die Knopfwahl. Die waren nämlich ganz vergessen und außerdem mag ich meistens die in den Läden beim Einkauf unter Zeitdruck nicht. In diesem Falle ist mein Sammeltrieb gut: Provisorisch nähte ich abgeschnittene Wäscheknöpfe an und bin davon so angetan, dass es hiermit ein offizielles Recycling-Projekt geworden ist.

Die Fakten:
Schnitt: Drops 24-27
Inspiration: Tichiros Hansaplast-Jacke
begonnen (was lange währt, wird endlich gut): im Mai 2010
vor kurzem ausführlich im Blog besprochen: im Februar 2012
Garn: Schewe Fiero Baumwolle/Seide/Microfaser

Ärmel

Besonders gerne mag ich die Ausschnittskanten und die Ärmel, die noch eine extra Lochreihe bekommen haben passend zum Ausschnitt. Außerdem sind sie ganz lang, anders als auf den Photos zu sehen ist. Bei der Stärke des Garnes brauche ich die Jacke entweder wärmend - oder eben gar keine.

Last but not least der Grund, warum in letzter Zeit recht wenig auf dem Blog, beim Kommentieren und in meinen Kreativ-Ecken los ist:

Kletterhalle

Hamburg und Umgebung mutiert zum Flachland-Klettermekka. Neben der tollen DAV-Alpenvereins-Halle in Stellingen haben 2 weitere große Hallen vor kurzem aufgemacht.
Die ganz frische Halle von Blau-Weiß sozusagen vor meiner Haustür ist zwar außen noch eine Baustelle, innen bereits tiptop.
Anders als mein Geisterjäckchen.
Das ist außen schnieke und die nicht vernähten Fäden sind geschickt innen versteckt ;D
Die Photos machte meine Kletterpartnerin, die etwas verblüfft war, als ich sie gestern entsprechend angezogen und geschminkt fürs Shooting vom Bahnhof abholte.

Der Name des Geisterjäckchens kam mir übrigens spontan in den Sinn, weil die Farbe sehr den Blüten ähnelt, die ich letztes Jahr mit 'Gespenster' betitelte, manche mögen sich erinnern.

Es war mir eine große Freude zu wissen, dass viele gemeinsam an ihrem speziellen Strickzeug gewerkt haben.
Danke an Catherine, auf deren Blog heute all die anderen Frühlingsjäckchen verlinkt sind.


 
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