Meinen Ausflug ins Nähen von Kleidung erkläre ich hiermit zumindest erstmal für beendet. Es hat mir Spaß gemacht und mich zutiefst befriedigt, aus einigen ausgedruckten Blättern von Papier und ein paar Metern glatten Stoffes tatsächlich etwas zu fertigen - angefangen von der Online-Bestellung in Japan bis hin zu dem Gefühl, technisch dem Ganzen gewachsen zu sein, auch wenn mir manchmal beim Starren auf die Anleitung oder die zugeschnittenen Teile 'schwindelig' wurde.
Durch meine Teilnahme am Japan Sew-Along bin ich für meine Verhältnisse gut am Ball geblieben und hätte heute theoretisch genau die Hose, die ich so gerne hätte.
Leider bleibt es bei der Theorie, denn ich werde sie mit Sicherheit nie tragen.
Schade nicht nur um die Mühe. Ich würde so gerne auf Hosenkäufe verzichten, weil das mein Leben lang ein Alptraum war und ist.
Soweit es auf den Bilder zu sehen ist, bin ich mit der Black Spinel sogar vom Aussehen her weitgehend zufrieden.
Doch mir ist die Hose zu eng. So gefühlt knackig auf der Haut mag ich nicht.
Auch ist sie mir (vermutlich) zu niedrig geschnitten. Da ich immer ein über die Hose fallendes Oberteil tragen würde, mag ich am liebsten eine hohe Hosentaille.
Hier zieht irgendetwas nach unten; ich vermute die Knappheit.
Das Bündchen habe ich noch nicht drangenäht, aber das würde nicht viel ändern.
Ich vermute, dass mein Stoff nicht der im Schnitt angegebenen Dehnbarkeit entspricht. Vielleicht hätte ich auch einen dünneren Stoff nehmen sollen. Dieser hier entspricht einem leichten Jeansstoff und ist aus Baumwolle mit Elasthan, gekauft im renommierten Fachgeschäft Mahlerstoffe.
Falls ich doch noch irgendwann einmal diesen Schnitt noch einmal nähen würde, würde ich folgendes ändern:
- dünneren Stoff nehmen, falls es welchen mit dem erforderlichen Stretch gibt
- das Oberschenkelteil um 2 cm verlängern
- mir Gedanken um die Verlängerung von eher hüftig zu eher taillenhoch machen.
Ich würde es schade finden, alle Mühe einfach wegzuwerfen.
Falls eine von euch glaubt, etwas damit anfangen zu können, würde ich alles gerne verschicken, incl. Stoffreste, und die Anleitung per mail hinterher.
Die Taschen und die einzelnen Beinteile sind fertig versäubert und abgesteppt. Die Seiten- und Mittelnähte müssen noch versäubert werden. Die Nahtzugabe ist recht knapp, da ich die bereits wegen Weitenzugabe benutzt habe.
Wie zu sehen ist, habe ich unten am Saum bislang nix abgeschnitten; da gibt es also noch alle Möglichkeiten.
Zugeschnitten habe ich nach Größe 42.
Fertige Hosen trage ich um die Beine herum in knapp 40 bei einer Körpergröße von 1,63.
Also, meldet euch gerne!
Was den weiteren Sew-Along betrifft: Den zweiten Schnitt habe ich bereits bestellt. Falls die Hose ein voller Erfolg gewesen wäre, hätte ich voll Begeisterung gleich weitergemacht. So wende ich mich vernünftigerweise wieder meinen anderen Pflicht- und Interessensprojekten zu. Wenn ich jetzt etwas nähen würde, wäre es nicht die bestellte TAO, trotz des schönen Namens, sondern die einfachere und berühmte Jacke J. Das habe ich vor, seitdem ich ein sagenhaft tolles Modell bei Seelenruhig gesehen habe. Leinen habe ich seit damals hier liegen und eine Idee zur Gestaltung habe ich seit einiger Zeit auch.
Für jetzt sage ich tschüs Sew-Along, viel Spaß weiterhin allen Teilnehmerinnen und vor allem ein herzliches Dankeschön an Catrin, die diesen Sew-Along initiiert hat und ihn ausführlich begleitet.



































