Saturday, February 23, 2013

Fernwehberge im Himmel


Breithorn am Simplonpass / Schweiz 03-2005

Heute früh sah ich bei Katja, der Raumfee, das Blogthema "Fernwehberge".
Na, das ist doch meines! Kribbeln!
Prompt ließ ich geplante Computeraufgaben liegen und stürzte mich in meine Photosammlung.

Erwartet hatte ich viele, viele passende Bilder. Denn wenn ich in den Winteralpen unterwegs bin, dann häufig sehr früh. 
Die schönen Momente sind die morgenfrischen, wenn im Tal noch Gräue herrscht, die Gipfel jedoch schon verheißungsvoll glitzern und scheinen.

Die allerschönsten meiner frühmorgendlichen Bergmomente sind allerdings von oben. Wenn ich nämlich aus der Hütte trete im ersten, oft gleißenden Licht und die Täler liegen dunkel unter mir. 
Sonnenbeschiene Gipfel ragen hier und dort aus dem manchmal herrschenden Frühnebel.

Bei aller Suche: Ich habe nichts gefunden! Diese Bilder scheinen sich tief in mein Herz eingebrannt zu haben und nicht auf die Festplatte (oder sie stammen vielleicht aus der vordigitalen Zeit)

 Valle Maira / Italien 03-2012

Hier faszinierte mich etwas anderes, nämlich die verzauberte Stimmung. Der Tag wusste noch nicht, was er bringen soll: Einen Wintertag voll blauem Himmel und Sonnenschein oder Nebel und Schneetreiben (er brachte letzteres).

Stok Kangri / Leh / Ladakh / Indien 07-2005

Ähnlich auch hier, doch ganz woanders. Dieser Tag brachte erwartungsgemäß einen heißen, klaren Sommertag.

Stok Kangri / Ladakh / Blick gen China 07-2004 

Hier bin ich ganz früh und ganz hoch unterwegs. Die ersten Sonnenstrahlen kamen pünktlich auf dem Gipfel des großen Berges vom vorletzten Bild.

Mehr Himmelsbilder und so manche Fernwehberge gibt es bei der Raumfee zu sehen.
Viel Spaß beim virtuellen und hoffentlich auch realem Reisen!

tschüs
eure Tally



Sunday, February 17, 2013

Herbstsonne im Winternebel




Die letzten Wochen habe ich rumgedümpelt - in vieler Hinsicht.
Bronchitis und dicker Kopf hatten mich lange voll im Griff, viel mehr Energie als zum Rumsurfen hatte ich nicht; habe überall nur wenig geschrieben und kommentiert.
Eigentlich schade, denn die Zeit wäre da gewesen. 
So blieb vieles liegen, auch die angekündigten Marokko-Photos.
Überhaupt kommt mir diese großartige Reise schon Ewigkeiten zurück vor.
Die Erinnerungen daran kann ich zum Glück ganz bewusst herstellen, dann schwelge ich wieder. Wie gut, dass ich dieses Schatzkästchen habe.

Handarbeitstechnisch ging es Reihe um Reihe an meiner Voyager-Stole weiter (bei Ravelry, hier bei Vogueknitting. So wie Beppo Straßenkehrer, nur nicht Besenstrich um Besenstrich, sondern Lochmusterreihe um Lochmusterreihe.
Jetzt ist sie wenigstens soweit, dass sie mich beim Stricken gleichzeitig um den Hals schon wärmt. Doppelte Vorfreude!


Ein ganz anderes fertiges Strickteil zeige ich euch heute. Aufgenommen sind die Bilder an einem strahlenden November-Tag auf den Felder, an die ich aufatmend komme, wenn ich meinen Wald verlasse.

Wissende haben es längst erkannt: Es ist natürlich wieder einmal ein Shetland Triangle, mein Allzeit-Favorit. Mittlerweile mein Vierter, der Dritte wartet noch auf einen Phototermin.


Das Garn schulte extrem meine Geduld. Es handelt sich nämlich um eine Kone aus der Hamburger Wollfabrik, bestehend aus 8 hauchdünnen Fädchen aus Seide und Viscose.

Noch liegt der edle Schal in einer Schublade. Er ist weder wärmend noch kuschelig. Seine Zeit wird kommen!

 
Eine Sache habe ich im Erkältungsnebel geregelt bekommen: 
Neue Wohnung gefunden - Mietvertrag unterschrieben - einige Formalitäten schon bearbeitet.
Der Abschiedsschmerz nagt, angefacht zusätzlich durch mein vieles Zuhause-Sein der letzten Wochen.
Doch ich habe das Gefühl, dass es passt und und in Ordnung ist. 

Zwischen Ostern und Pfingsten ziehe ich ein Dorf weiter, über den Hügel vom letzten Photo hinweg.


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So, das hat jetzt richtig gut getan. Endlich einmal wieder die Freude am Bloggen gespürt :-) 
Nein, der Spaß daran ist nicht weg, nur die Prioritäten verschieben sich halt immer mal.

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Herzliche Grüße aus dem Winternebel
Tally

 

Friday, January 25, 2013

Orangen



Mein Jieper nach frischen Orangen und Saft ist gerade riesengroß - bin ich nämlich von Fieber und Bronchitis gerade sehr platt und ausgedörrt.
Eigentlich wollte ich in diesen Tagen endlich meine Reisephotos systematisch sortieren und Reiseberichte schreiben, doch systematisch geht grad gar nicht.

Judikas Post und inspirierte mich zu einem anderen, aufmunternden Thema. Wir sind noch immer in Marokko.
(Marrakesch 01/2013)


In den Städten, die ich kenne, schwelge ich ausgiebig in frisch gepresstem Orangen-Saft. Hier wird meiner gerade zubereitet.
(Taroudant 12/2005)


Auf dem Djemmna el Fna, dem zentralen Platz in Marrakesch hat man die Qual der Wahl.
Ich wählte diesen liebevoll geschmückten Wagen Nr. 13.
(Marrakesch 01/2006)


Die besten Orangen meines Lebens bekam ich hier. 
Nach 5 Wochen Wüste erreichten wir die fruchtbare Souss-Ebene östlich von Agadir. Ein bezaubernder Duft drang in meine Nase. Es dauerte, bis ich es als Orangenblüten identifizierte.
  
Unsere Zeit war vorbei, es galt einen Schlafplatz zu finden, so dass wir morgens nur noch wenige Kilometer zum Flughafen kullern brauchten. Doch so einfach wie sonst war es hier nicht.
Schließlich schwenkten wir, schon in der Dunkelheit, ein in eine Orangenplantage, verkrochen uns hinter Bäumen und bauten leise unser Zelt auf. 
Doch nix da, bald hörten wir Männerstimmen, die natürlich erst sehr erstaunt, dann wie gewohnt freundlich und auf Unterhaltung aus waren.

Morgen standen sie schon vorm Zelt, als wir noch drin lagen.
Beim Abschied mussten wir Mohammed versichern: prochaine annee, la meme place. Nächstes Jahr, gleicher Platz.
Er und sein Sohn pflückten Orangen für uns in solchen Massen, dass ich befürchtete, mein Rad kann ich gar nicht mehr navigieren. 
Zum Glück war es damals noch nicht so streng mit dem Übergepäck.
Jede einzelne Orange genoss ich zuhause mit Gedanken an diese nach einem langen Tag erst anstrengende, dann aber so überaus freundliche Begegnung.
Das nächste Jahr hat erst jetzt, 7 Jahre später, stattgefunden. An der Plantage fuhren wir dieses Mal im Taxi aus Taroudant kommen vorbei.
Ich hätte es schon spannend gefunden, ob wir sie wiedergefunden hätten.


Wednesday, December 26, 2012

Greetings from Morokko



Merry Christmas to all

wish you all a good time in between the years

i am in Ouarzazate; Maroc;  after spending some days in Marrakesch and after cycling through the High Atlas

it is so amazing being on the road again

here are in no specific order some pictures to give an impression from the first days of our travel for family; friends and readers

greetings
Herzliche Gruesse
Tally










Monday, December 17, 2012

Weihnachtszeit in Hamburg



Die Weihnachtszeit genoß ich mit drei Weihnachtsmarkt-Bummeleien mit drei wunderbaren Freundinnen.
Ein Genuß, stungenlang durch diese schöne Stadt zu strömern in Herz-wärmender Gesellschaft.

obiges Bild: Bleichenfleet; ganz im Hintergrund der Michel

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Alsterfleet mit den beleuchteten Alsterarkaden.
Die Flecken sind nicht auf dem Objektiv, nein, es sind die Möwen.

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Jedes Jahr gut für einen Glühwein mit diesem Blick auf das Rathaus und das dortige Treiben.

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Blick auf die weißen Zelte des Marktes auf dem Jungfernstieg an der Binnenalster.

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Hier zwar mit etwas Reklame, aber der Michel so groß und so schön erleuchtet mitten auf dem Fußweg ist schon etwas Spezielles. 

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Lichterpracht am Eingang zum Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt.

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So verzaubert kann Papeterie sein - entzückt bin ich sowieso von solchen Waren. Ich erfuhr, dass es auch einen festen Laden gäbe in den Colonnaden, ganz in der Nähe des Jungfernstiegs.

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Was inmitten dieses prächtigen Lichterbaumes scheint, ist weder ein Blitzreflex noch ein Scheinwerfer, sondern der Vollmond höchstpersönlich.

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Mit diesem Winterspaziergang verabschiede ich mich von euch, meinen Leserinnen, realen und virtuellen Freundinnen von hier, von einem kunterbunten Forum und von meinen Facebook-Kontakten.
Möget ihr alle eine wohltuende Zeit erleben und gut ins Neue Jahr reinkommen.

Wir sehen und lesen uns!

Last but not least: Das letzte Photo ist das Adventsgesteck meiner so überaus geschickten Mama.
Ganz im Trend mit Naturschmuck, gesammelt über die Jahre auf kleinen und großen Ausflügen.
Die großen Zapfen kommen von auch mir sehr bekannten Plätzen aus der Provence.


tschüüs
eure Tally



 
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